PlantSens II

Entwicklung eines Multisensorsystems zur Analyse des Gesundheitszustandes gartenbaulicher Nutzpflanzen einschließlich Steuerung automatisierter Pflanzenschutzmittelapplikationstechniken auf der Basis digitaler Bildanalyse und Nachberichsphotogrammetrie
Projektlaufzeit bis 08/2023

Projektziel

 

In PlantSens II steht die Erforschung der Möglichkeiten zur Ermittlung des Gesundheitszustands gartenbaulicher Nutzpflanzen unter Berücksichtigung eines Krankheits- und Schädlingsbefalls sowie der individuellen Wasserversorgung mit Hilfe von Fernerkundungsmethoden im Mittelpunkt. Dabei soll die industrielle Forschung die Grundlage für die Entwicklung eines Prototyps des Multisensorsystems PlantSens II schaffen.

Das Vorhaben fokussiert auf den Einsatz einer Hyperspektralkamera in Kombination mit RGB- und IR-Kamerasystemen zur Analyse der Reflexion unterschiedlich enger spektraler Banden in Kombination mit einem UAV-Trägersystem im Freiland. Über die Auswertung der Reflexion sollen Rückschlüsse auf den Schädlings- oder Krankheitsbefall geschlossen werden, um dann ein Applikationssystem für Pflanzenschutzmittel teilflächenspezifisch anzusteuern.

Die georeferenzierte Kartierung von Betriebsflächen in Bezug auf Pflanzengesundheit und -wasserstatus sowie die Verarbeitung und Organisation der räumlichen Daten im Geoinformationssystem (GIS) spielt eine große Rolle. Die Erforschung der Möglichkeiten, eine Landeplattform und Ladestation für das UAV zum automatischen Austausch der Sensorik und der Akkus zu entwickeln, gehört auch dazu.

Ein Ziel der angewandten Forschung ist es, eine teilflächenspezifische Datenbankfunktion für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und den Wasserverbrauch zur Unterstützung bei Entscheidungen in der Produktion und Pflege in Form eines Managementinformationssystems zu entwickeln. In Bezug auf die Datenübertragung sollen Möglichkeiten erforscht werden, um ein lokales Funknetzwerks für das PlantSens II-System unter Berücksichtigung weiter Entfernungen und großer Datenmengen in freier Landschaft auch ohne Verfügbarkeit eines lokalen WLAN-Netzes zu erstellen. Hier sollen Funktechniken des neuen 5G-Standards auf ihre Eignung hin getestet werden. Dabei ist die Sicherung und Kontrolle der Erreich- und Steuerbarkeit des UAV von besonderer Bedeutung.

Projektkoordination

Prof. Dr. Markus Richter

Berliner Hochschule für Technik
Luxemburger Str. 10
13353 Berlin

Email: mrichter@beuth-hochschule.de
Telefon: 030-4504-2073

Beteiligte Institutionen

Berliner Hochschule für Technik, Fachbereich V: Life Sciences and Technology
Prof. Dr. Markus Richter, Prof. Dr. Matthias Möller, Monika Bischoff-Schaefer, Klaus Schwarz

Beteiligte Unternehmen

Innotas Produktions GmbH
Dipl.-Ing. Klaus-Dieter Heiland

rabo R. Bormann und Sohn
Dirk Bormann

Klingt spannend? Informieren Sie sich gerne auch über die anderen FuE-Projekte der Förderung: